Kann mich ein schöner Tag erfreun?
Sein nächster schon ist unbekannt.
Und einen Tag und Nacht sich nicht,
Daß ich zu nichts verrinn' im Sand?
Halb streun sie in die Winde mich,
Halb komm' ich an des Grabes Rand.
Von Jugend bis ins Alter treibt
Der Trieb mich, tödtlich dem Verstand.
Bist du nicht mein, was ist dann mein?
Du bist's, der in die Zeit mich band.

aus Jehuda ben Halevy: Himmelssehnsucht (Übs. S.Heller)
Schr. d. Vereins f. jüdische Gesch. u. Lit. Bd.1, Berlin 1893