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Wenn der Zeit keine subjektunabhängige Realität zukommt, heißt das, daß ihr nur eine bestimmte Art von Realität - und nicht Realität schlechthin - abgeht. Es heißt also nicht, daß sie in einem pauschalen Sinn irreal und eine bloße Illusion ist. Mehr noch: Keine subjektunabhängige Realität zu haben ist keinesfalls ein Defizit, das den Seinsstatus der Zeit gegenüber dem Sein anderer Dinge herabsetzt. Denn die Vorstellung von einer subjektunabhängigen, vollständig beschreibbaren Realität ist selbst eine Fiktion. Eine Fiktion, die voraussetzt, daß wir einen Zugang zur Welt hätten, durch den wir losgelöst von unseren endlichen Erkenntnisbedingungen im Sinn einer reinen, quasi-göttlichen Wesensschau mit dem Inneren des Seins verbunden wären.
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