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Die entscheidende Frage aber ist nun jene nach den verfügbaren
und neu erschließbaren Freiheitsgraden. Kann sich ein globales
autopoietisches System überhaupt auf allen drei Ebenen -
physisch, sozial, kulturell - ausleben ? Mit welcher Umwelt
stände es dann in Austausch, um sein Ungleichgewicht aufrecht-
zuerhalten ? In welchem Maße ist es zulässig, den natürlichen
Energieaustausch mit Sonne und Weltraum durch Freisetzung von
innerhalb des Systems gespeicherter Energie zu ergänzen ? Ganz
allgemein scheint eine "kybernetische" Rezirkulations-Technik
anstelle einer immer klarer als "unnatürlich" erkannten Einweg-
Technik in den Vordergrund zu rücken. Vieleicht auch sollten
wir auf sozialer und kultureller Ebene unser Augenmerk eher auf
die Symbiose subglobaler autopoietischer Systeme richten, auf
Pluralismus und Ungleichgewicht anstatt auf Weltregierung und
Weltkultur. Und uns nicht vor Evolution fürchten, denn, wie der
Philosoph Alfred North Whitehead vor Jahrzehnten schrieb: "Es
ist die Aufgabe der Zukunft, gefährlich zu sein... Die großen
zivilisatorischen Fortschritte sind Prozesse, bei denen es für
die Gesellschaften, in denen sie auftreten, auf Biegen oder
Brechen geht".
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